Liebe Freundinnen und Freunde der Kammermusik,
herzlich willkommen zur Saison 2026/27 des Kammermusikverein Mannheim e.V.. Zu sieben Konzerten in sieben Monaten laden wir Sie ein. Gehen Sie mit uns erneut auf eine musikalische Entdeckungsreise. Unser Programm verbindet Vertrautes mit Überraschendem. Die Konzertreihe benennt Ensembles sowie Solistinnen und Solisten von ausgewiesenem künstlerischem Rang, ergänzt durch vielversprechende junge Talente. Sie alle widmen sich bedeutsamen Werken der Klassik und Romantik ebenso wie wichtigen Beiträgen der Moderne und Gegenwart. Sie machen damit die Vielfalt kammermusikalischer Ausdrucksformen lebendig.
Ein besonderes Anliegen bleibt uns nach wie vor die Pflege des Dialogs: zwischen Künstlern und dem Publikum, zwischen Tradition und Innovation, zwischen regionaler Verwurzelung und internationaler Ausstrahlung. So soll jede Veranstaltung über den einzelnen Konzertabend hinauswirken – als Impuls, als Anregung, als Einladung zum Nachklingen.
Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit alten Freunden wie dem Quatuor Danel (mit Florence Millet am Klavier) und dem Mozart Piano Quartet, auf die Begegnung mit international bekannten Künstlern wie Andrei Gavrilov und dem Bariton Konstantin Krimmel (im Duo mit Daniel Heide). Zum ersten Mal werden wir das Novo Quartet und das Bernstein Trio hören. Auch das Konzert Junger Künstler mit Xiaolong Wang und Yingjie Zheng bietet ein spannendes Programm für Viola und Klavier.
Unser Dank gilt allen, die diese Saison ermöglichen: den Künstlerinnen und Künstlern, unseren Partnern und Förderern sowie Ihnen, unserem treuen Publikum. Möge die Kammermusik-Saison 2026/27 Ihnen viele anregende, kostbare Stunden in Mannheim schenken.
Dr. Gerwig Köster
1.Vorsitzender
Nikolaus Friedrich
Künstlerischer Leiter
Saison 2026/2027
26. Konzertjahr
7 konzerte
Erstes Konzert
Mittwoch, 23.September 2026, 19 Uhr
Florian-Waldeck-Saal (C 5, Zeughaus)
Klavierabend
Andrei Gavrilov
Frédéric Chopin
Vier Nocturnes
Modest Mussorgski
Bilder einer Ausstellung
Sergej Prokofjew
Klaviersonate Nr. 8 B-Dur op.84
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Der 1955 geborene russische Pianist begann seine große Karriere nach dem Gewinn des Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerbs im Jahr 1974. Den internationalen Durchbruch schaffte er, nachdem er 1975 bei denSalzburger Festspielen für den erkrankten Swatoslaw Richter eingesprungen war. Seither, vor allem seit seiner Emigration in den Westen im Jahr 1985, ist er weltweit einer der gefragtesten Pianisten. Zahlreiche CDs, erschienen u. a. bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft, mit der er einen Exklusivvertrag hat, zeugen von der überragenden Bedeutung dieses Interpreten.
Im Mittelpunkt von Gavrilovs Klavierabend in Mannheim steht die Originalfassung der „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski, die heute meist in der Orchesterfassung von Maurice Ravel zu hören sind.
Franz Schubert
Schwanengesang D 957
Ausgewählte Lieder


Der deutsch-rumänische Bariton Konstantin Krimmel gehört zu den herausragenden Sängern seiner Generation. Seit 2021 – mit nur 28 Jahren – gehört er zum Ensemble der Bayerischen Staatsoper und war dort inzwischen in
tragenden Rollen der Opernliteratur – u. a. Don Giovanni und Figaro – zu hören. Einen besonderen Stellenwert hat bei Konstantin Krimmel das Lied-und Konzertrepertoire. Liederabende führten ihn in die renommierten Konzerthäuser und Festivals in ganz Europa. 2024 gewann er den Opus Klassik in der Kategorie „Sänger des Jahres“ und den Grammophone Award für sein mit Daniel Heide am Klavier herausgegebenes Album „Die schöne Müllerin“. Den aus Weimar stammenden Pianisten Daniel Heide kennt man vor allem als einen sehr gefragten Liedbegleiter. Er gastiert bei renommierten Festivals und in den wichtigsten Konzerthäusern Europas, Japans, Südafrikas und Südamerika. Daniel Heide verbindet eine intensive Liedpartnerschaft mit zahlreichen Sängerinnen und Sängern wie Andrè Schuen, Konstantin Krimmel, Christoph und Julian Prégardien, Peter Mattei, Katharina Konradi. Sein Wirken ist auf über 30 CDs dokumentiert. Die zusammen mit Andrè Schuen aufgenommenen CDs „Schwanengesang“ und „Die schöne Müllerin“ wurden 2023 bzw. 2024 mit dem Opus Klassik ausgezeichnet.
Der Schwanengesang ist eine der letzten Kompositionen Schuberts (deshalb der nachträglich von seinem Verleger hinzugefügte Titel). Die Textautoren der 13 im Herbst 1828 kurz vor Schuberts Tod komponierten Lieder sind Ludwig Rellstab, Heinrich Heine und Johann Gabriel Seidl.
Drittes Konzert
Mittwoch, 18. November 2026 | 19:00 Uhr
Florian-Waldeck-Saal (C 5, Zeughaus)
NOVO Quartet
Kaya Kato Møller, Violine; Nikolai Vasili Nedergaard, Violine; Daniel Śledziński, Viola; Signe Ebstrup Bitsch, Violoncello
Joseph Haydn
Streichquartett F-Dur op. 77 Nr. 2, Hob. III:82
Ludwig van Beethoven
Streichquartett f-Moll op. 95
Carl Nielsen
Streichquartett Es-Dur op. 14

Das 2018 in Kopenhagen gegründete NOVO Quartett zählt heute, nach Preisen bei zahlreichen internationalen Wettbewerben, zur Spitze der Streichquartette aus der jüngeren Generation. Es konzertiert mittlerweile regelmäßig in seiner dänischen Heimat, in Schweden, Norwegen, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden sowie in den USA und in China.
Das Programm seines Debuts in Mannheim umfasst neben den bekannten Werken von Haydn und Beethoven auch ein Streichquartett des dänischen Komponisten Carl Nielsen, der ein enger Freund Robert Schumanns war und leider in Deutschland viel zu wenig gespielt wird.
Das Mozart Piano Quartet besteht aus vier international bekannten Solisten ihres Fachs, die sich seit 25 Jahren regelmäßig in dieser Kammermusikvereinigung zusammenfinden und weltweit auf allen großen Konzertpodien
gastieren. Auch in dieser Kammermusikreihe ist das Quartett seit vielen Jahren ein immer wieder gern gehörter Gast. Zahlreiche CDs auf dem Label Dabringhaus & Grimm (MDG) zeugen von dem hohen Rang, den dieses Quartett in der internationalen Musikwelt einnimmt.
Das Programm des Abends umfasst neben den leider nur selten gespielten Klavierquartetten von Max Reger und der französischen Komponistin Mel Bonis (1858–1937) Beethovens Quartettfassung für drei Streicher und Klavier seines Quintetts (!) für vier Bläser und Klavier.
Viertes Konzert
Mittwoch, 9. Dezember 2026 | 19:00 Uhr
Florian-Waldeck-Saal (C 5, Zeughaus)
Mozart Piano Quartet
Mark Gothoni, Violine; Hartmut Rohde, Viola; Peter Hoerr, Violoncello; Paul Rivinius, Klavier
Ludwig van Beethoven
Klavierquartett Es-Dur op. 16
Fassung für Violine, Viola, Violoncello und Klavier
Mel Bonis
Klavierquartett B-Dur op. 69
Max Reger
Klavierquartett Nr. 1 d-Moll op. 113
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Fünftes Konzert
Mittwoch, 13. Januar 2027 | 19:00 Uhr
Florian-Waldeck-Saal (C 5, Zeughaus)
Quatuor Danel
Marc Danel, Violine; Gilles Millet, Violine; Vlad Bogdanas, Viola; Yovan Markovitsch, Violoncello
Florence Millet Klavier
Ludwig van Beethoven
Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1
Dmitri Schostakowitsch
Klavierquintett g-Moll op. 57


Das 1991 von Marc Danel und Gilles Millet gegründete Quatuor Danel, dem seit 2005 der Bratscher Vlad Bogdanas und seit 2012 der Cellist Yovan Markovitsch angehört, hat internationalen Rang und Bedeutung vor allem durch seinen unermüdlichen Einsatz für die russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch, mit dessen Witwe Irina Schostakowitsch die Musiker eng zusammengearbeitet haben, und Mieczyslaw Weinberg errungen. Berühmt geworden sind die Gesamteinspielungen sämtlicher Streichquartette von Schostakowitsch (15) und Weinberg (17). Es braucht nicht betont zu werden, dass das Quatuor Danel, das seinen Sitz heute in Brüssel hat, auf den großen internationalen Kammermusikbühnen ein ständiger, hoch angesehener Gast ist. Dies übrigens auch in unserer Konzertreihe, in der das Quartett schon wiederholt gastiert hat und dieses Mal mit der Pianistin Florence Millet auftreten wird, einer international bekannten Pianistin, die regelmäßig mit dem Quatuor Danel konzertiert und als Solistin u.a. mit den Dirigenten Pierre Boulez, Charles Dutoit und Heinz Holliger zusammengearbeitet hat.
Sechstes Konzert
Mittwoch, 10. Februar 2027 | 19:00 Uhr
Florian-Waldeck-Saal (C 5, Zeughaus)
Junges Podium
Xiaolong Wang Viola
Yingjie Zheng Klavier
Franz Schubert
Sonate für Arpeggione und Klavier
a-Moll D 821
Robert Schumann
„Märchenbilder”, Vier Stücke für Klavier und Viola op. 113
Dmitri Schostakowitsch
Sonate für Viola und Klavier C-Dur op. 147


Zwei Absolventen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim sind die Interpreten des diesjährigen Konzerts „Junges Podium“, in dessen Mittelpunkt neben der „Arpeggione“-Sonate von Schubert in der Fassung für Bratsche und Klavier und Schumanns Märchenbildern op. 113 in der Originalbesetzung das letzte Werk von Dmitri Schostakowitsch, die ergreifende Bratschensonate op. 147 aus dem Jahr 1975 steht. Der Bratscher Xiaolong Wang hat in der Klasse von Prof. Hideko Kobayashi sein Konzertexamen abgelegt und ist derzeit als Vorspieler beim Pfalztheater Kaiserslautern angestellt. Der Pianist Yingjie Zheng hat in Mannheim bei Prof. Axel Bauni und Mihaela Tomi studiert und Meisterkurse u.a. bei Hartmut Höll absolviert. Preise hat er bei der Franz Liszt International Youth Competition und bei der International Hongkong Piano Competition gewonnen.
Siebtes Konzert
Mittwoch, 10. März 2027 | 19:00 Uhr
Florian-Waldeck-Saal (C 5, Zeughaus)
Bernstein Trio
Roman Tulchynsky, Violine; Marei Schibilsky, Violoncello; Julia Stephan, Klavier
Ludwig van Beethoven
Klaviertrio Es-Dur op. 1 Nr. 1
Robert Schumann
Fantasiestücke op. 88
Johannes Brahms
Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8
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